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Anwendung

Der Weg zwischen den Hallen

Innerhalb der Halle fährt längst Technik. Draußen, zwischen Gebäuden, über Hof und Schotter, fährt weiterhin jemand mit dem Stapler — oder trägt.

Ausgangslage

145 Unfälle pro Arbeitstag

Der innerbetriebliche Transport ist eine der unfallträchtigsten Tätigkeiten überhaupt. In Deutschland wurden in einem Jahr mehr als 36.000 Arbeitsunfälle mit Gabelstaplern, Hubwagen und ähnlichen Flurförderzeugen gezählt — im Schnitt über 145 pro Arbeitstag. Die häufigsten Muster sind immer dieselben: angefahrene Personen, herabfallende Ladung, umstürzende Stapler.

Seit Einführung fahrerloser Transportsysteme sind gegenüber dem manuellen Transport sowohl Transportschäden als auch Unfallzahlen zurückgegangen. Nur gilt das bislang vor allem dort, wo diese Systeme fahren: in der Halle.

Der zweite Punkt ist schlichte Arbeitsökonomie. Werkzeug holen, Ersatzteil bringen, Probe ins Labor, Palette von Gebäude C nach A — das sind keine schwierigen Aufgaben, sondern viele kurze. Zusammengerechnet binden sie Stunden von Leuten, die dafür nicht eingestellt wurden.

Die Lücke

Warum Hallentechnik draußen aufhört

Fahrerlose Transportfahrzeuge sind für ebene, trockene, markierte Böden gebaut. Sobald der Weg über den Hof führt, ändert sich alles: Schotter und Kopfsteinpflaster, Regen und Schnee, Kanten und Rampen, Steigungen, Pfützen, wechselndes Licht — und Verkehr, der sich nicht an Fahrspuren hält.

Genau diese Strecke bleibt deshalb bemannt, obwohl sie die gleichförmigste von allen ist. Ein Kettenfahrzeug ist für diese Bedingungen gebaut: Es trägt auf weichem Untergrund, nimmt Steigungen und stört sich nicht am Wetter.

Dazu kommt eine Entscheidung, die wir früh getroffen haben: Ab PALLAS.150 sind die Payloads in Standard-Palettendimension definiert — 800 × 1.200 mm, unterteilbar in kleinere Module desselben Rasters. Das Fahrzeug passt damit in die vorhandene Logistik, statt eine eigene zu verlangen. Was es abstellt, kann jeder Stapler weiterbewegen.

Aufgaben

Was sich verlagern lässt

Palettentransport im Freien

Zwischen Gebäuden, von der Rampe zum Lager, vom Lager zur Werkstatt. Im Palettenmaß übergeben, sodass Flurfördertechnik und Regale unverändert weiterbenutzt werden.

Baustein: Payload Transport- und Lastenmodul

Nachschub in gesperrte Bereiche

Material dorthin bringen, wo Personal nicht mehrfach hin soll — während einer Revision, in Bereiche mit Gefahrstoffen oder in einen Abschnitt, der noch nicht freigemessen ist.

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Kleinteile und Proben

Werkzeug, Ersatzteile, Messmittel, Laborproben. Die Häufigkeit macht den Unterschied, nicht das Gewicht: viele kurze Wege, die heute Fachpersonal läuft.

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Grenzen

Was zu klären ist

  • Es ist kein Stapler. Die Plattform trägt und fährt, sie hebt nicht aus dem Regal und stapelt nicht in Höhe. Übergabe erfolgt auf Bodenniveau oder an einer Station — wer Hubfunktion braucht, braucht ein anderes Gerät oder einen Aufbau dafür.
  • Mischverkehr braucht ein Konzept. Ein fahrerloses Fahrzeug, das sich Wege mit Personen und Staplern teilt, verlangt eine Gefährdungsbeurteilung und eine geregelte Betriebsweise — analog zu den Anforderungen an fahrerlose Transportsysteme. Das ist Routine, aber es ist Arbeit.
  • Die Strecke muss taugen. Bordsteine, Treppen, Tore mit Schwellen und enge Kurven entscheiden über Baugröße und Route. Das klärt eine Begehung, nicht ein Datenblatt.
  • Der Nutzen entsteht über Wiederholung. Eine einzelne Fahrt pro Woche rechnet sich nicht. Interessant wird es, wo dieselbe Strecke täglich mehrfach zurückgelegt wird.
Konfiguration

Eine typische Transportplattform

Häufig lohnt die Kombination: Dieselbe Plattform, die tagsüber Material fährt, kann nachts die Geländerunde übernehmen — die Route ist ohnehin dieselbe.

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