Die Plattform fährt. Was sie am Einsatzort tut, entscheidet der Payload auf der Nutzlastplatte — angebunden über eine durchgängige Schnittstelle für Strom, Daten und Bedienung. Module, die stattdessen die Plattform selbst verändern, finden Sie unter Erweiterungen.
Ein unbemanntes Fahrzeug ohne Aufbau ist ein Transportmittel ohne Zweck. Der wirtschaftliche Kern der PALLAS-Baureihe liegt deshalb nicht in der Plattform allein, sondern darin, dass dieselbe Plattform je nach Lage einen Wasserwerfer, ein Sensorpaket oder einen Manipulator trägt — und dass der Wechsel am Einsatzort stattfindet, nicht in der Werkstatt.
Beim PALLAS.75 sitzt die Payload-Plattform auf vier Verriegelungen des Herstellers Kipp und ist damit am Einsatzort wechselbar — ohne Verschraubung von Hand.
Ab PALLAS.150 ist die mechanische Befestigung noch nicht festgelegt. Definiert ist bislang die Payload-Dimension im Palettenmaß; das Befestigungssystem dazu entwickeln wir gemeinsam mit den ersten Kunden dieser Baugrößen. Wer hier früh einsteigt, bestimmt den Standard mit, statt ihn zu erben — und wir sagen das lieber so, als einen fertigen Standard zu behaupten, den es noch nicht gibt.
Unabhängig davon bleiben Stromversorgung, Datenanbindung, Schulung und Bedienlogik über die gesamte Baureihe gleich.
Ab dem PALLAS.150 sind die Payloads in der Dimension einer Standardpalette definiert: 800 × 1.200 mm, unterteilbar in kleinere Module desselben Rasters. Das ist keine Design-Spielerei, sondern eine Beschaffungsentscheidung — ein Payload in Palettenmaßen lässt sich mit vorhandener Flurfördertechnik bewegen, auf Standardregale stellen, im Container verladen und in jedem Lager abstellen, ohne dass dafür eigene Vorrichtungen entstehen.
Der Payload-Baukasten befindet sich im Aufbau. Die folgende Übersicht zeigt den geplanten Umfang — für konkrete Projekte sprechen Sie uns an, auch wenn ein Payload hier noch als geplant geführt wird.
Fernbedienbarer Monitor mit variabler Wurfweite, gespeist über Standard-Storz-Kupplung. Strahlform und Richtung werden vom Leitstand aus gesteuert, während die Plattform in Position bleibt.
Kalibrierte Thermografie für Sicht durch Rauch, zum Auffinden von Glutnestern und zur Temperaturüberwachung an Anlagenteilen. Live-Bild und Messwerte gehen an den Leitstand.
Tageslichtkamera mit optischem Zoom und zuschaltbarer Beleuchtung für Erkundung bei Dunkelheit. Schwenk- und neigbar, unabhängig von der Fahrtrichtung der Plattform.
Mehrkanal-Sensorik für Sauerstoff, Methan, Kohlendioxid, Schwefelwasserstoff, Kohlenmonoxid und brennbare Gase. Deckt damit die Messgrößen ab, die eine Freimessung nach DGUV Regel 113-004 verlangt — bevor Einsatzkräfte eine Zone betreten.
Sensorik zur Erkennung chemischer, biologischer, radiologischer, nuklearer und explosiver Gefahrstoffe, kombiniert mit einem Manipulator für Probenahme und das Bergen oder Sichern von Gegenständen. Die Plattform fährt die Zone ab und übergibt ein georeferenziertes Lagebild der Kontamination, bevor Einsatzkräfte sie betreten.
Laserscanner für autonome Navigation, Hinderniserkennung und Kartierung. Liefert zugleich die Datengrundlage für Vermessung und Bestandsdokumentation.
Cobot-Arm auf der Nutzlastplatte — für das Öffnen von Ventilen und Türen, das Setzen von Sensoren oder das Bergen von Gegenständen aus einer Gefahrenzone.
Aufbau zur Aufnahme von Material, Gerät oder Wechselakkus — für Nachschub in eine Zone, die Einsatzkräfte nicht mehrfach betreten sollen.
Wenn kein Payload aus dem Katalog passt, konstruieren wir den Aufbau. Die Payload-Schnittstelle ist dokumentiert, sodass auch Ihr eigenes Konstruktionsteam oder ein Drittanbieter aufsetzen kann.
Die Steuerung der Payloads läuft über dieselbe Bedienoberfläche wie das Fahren. Ein Bediener, der die Plattform beherrscht, muss für einen neuen Payload kein zweites System lernen.