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Baugruppen für Fahrzeugbauer

Nicht jeder, der ein unbemanntes Fahrzeug baut, will das Fahrwerk selbst entwickeln. Wir liefern die Baugruppen einzeln — und sagen dazu, welche Verantwortung mit ihnen übergeht.

Vorab

Wo diese Kategorie heute steht

Das OEM-Geschäft befindet sich im Aufbau. Was wir heute bauen, ist die Mechanik und Antriebstechnik des PALLAS.75 — hervorgegangen aus der produktiven Baureihe ZELOS, mit dokumentierter Ersatzteilverfügbarkeit. Genau diese Baugruppen sind einzeln lieferbar.

Stückzahlen, Preise und Lieferzeiten hängen am Volumen und stehen deshalb nicht hier. Was wir zusagen können, sagen wir verbindlich im Gespräch.

Umfang

Was einzeln lieferbar ist

Kettenlaufwerk

Antriebsräder als Alu-Frästeil, Laufrollen, Ketten und Fahrwerksbefestigung. Beim PALLAS.75 sind das 60 mm breite Ketten und zwei Laufrollen je Seite — ausgelegt für niedrigen Bodendruck und Traktion auf weichem Untergrund.

Fertigung: eigener Standort Deggendorf

Antriebsmodul

Motor-Getriebe-Einheit mit zugehöriger Regelung, angebunden über CANopen. Als Baugruppe abgestimmt, statt aus Einzelteilen zusammengesucht — das spart die Auslegungsarbeit, an der Eigenentwicklungen meist hängen bleiben.

Schnittstelle: CANopen

Payload-Interface

Die mechanische Aufnahme mit vier Verriegelungen samt Strom- und Datenschnittstelle. Wer sie übernimmt, kann Aufbauten verwenden, die für den PALLAS.75 entstehen — und umgekehrt.

Dazu: Payload-Module

Autonomie-Retrofit

Steuerung, Sensorik und Bedienseite auf ein vorhandenes Fahrzeug bringen. Der aufwendigste Fall — und der, bei dem die Frage nach der Verantwortung am schärfsten gestellt werden muss, siehe unten.

Vorher: Bewertung nötig
Rollen

Was mit der Baugruppe zu Ihnen übergeht

Eine Baugruppe, die für sich genommen keine bestimmte Funktion erfüllt, ist eine unvollständige Maschine. Dazu gehören eine Einbauerklärung und eine Montageanleitung, die angibt, unter welchen Bedingungen der Zusammenbau zur vollständigen Maschine ohne Beeinträchtigung von Sicherheit und Gesundheit gelingt. Beides liefern wir mit.

Die Rollenverteilung ist damit eindeutig: Wir haften für die Risiken, die von unserer Komponente ausgehen, sowie für Einbauerklärung und Montageanleitung. Sie verantworten als Endintegrator die sichere Integration und die abschließende CE-Kennzeichnung des fertigen Fahrzeugs.

Das ist keine Abwälzung, sondern die gesetzliche Aufteilung — und der Grund, warum wir vor einem Retrofit erst bewerten und dann bauen. Die Einordnung gehört fachlich zu Engineering & Zulassung.

Ab Dezember 2026

Die Produkthaftung ändert sich — auch für Software

Die neue EU-Produkthaftungsrichtlinie (EU) 2024/2853 ist am 8. Dezember 2024 in Kraft getreten und ist bis zum 9. Dezember 2026 in nationales Recht umzusetzen. Für jeden, der Komponenten zuliefert oder verbaut, sind drei Punkte wesentlich:

  • Software wird Produkt. Software, KI-Systeme und digitale Konstruktionsunterlagen gelten künftig ausdrücklich als Produkt — einschließlich Updates. Fehlerhafter Code haftet damit nach denselben Regeln wie ein defektes Bauteil.
  • Verschuldensunabhängig, ohne Obergrenze. Die Haftung greift ohne Verschuldensnachweis, die Beweisführung für Geschädigte wird erleichtert, und die bisherige Haftungsobergrenze entfällt. Der Kreis der Haftungsadressaten wird erweitert.
  • Der Stichtag zählt. Für Produkte, die bis einschließlich 8. Dezember 2026 in Verkehr gebracht oder in Betrieb genommen werden, bleibt es beim bisherigen Recht. Was danach kommt, fällt unter das neue.

Wir sprechen das hier an, weil es die Zusammenarbeit prägt: Wer eine Baugruppe von uns in sein Fahrzeug baut und dafür die CE übernimmt, sollte wissen, wie sich die Haftungslage ab diesem Datum verändert. Vertragliche Abgrenzung und Dokumentation sind ab dann mehr wert als vorher.

Grenzen

Was wir offen ansprechen

  • Wir sind kein Katalog-Zulieferer. Kein Webshop, keine Regalware, keine Lieferung ab Lager. OEM-Lieferungen laufen über ein Projekt mit abgestimmter Spezifikation — dafür bekommen Sie Zugriff auf die Leute, die die Baugruppe konstruiert haben.
  • Heute gibt es eine Baugröße. Die Baugruppen stammen aus dem PALLAS.75. Für größere Fahrzeuge entsteht die Technik erst mit den Baugrößen, die noch Prototyp oder Roadmap sind.
  • Autonomie-Retrofit hat einen Vorbehalt. Auf ein bestehendes Fahrzeug eine Steuerung zu setzen, kann eine wesentliche Veränderung sein — dann wird derjenige, der sie vornimmt, selbst zum Hersteller. Ohne vorherige Bewertung machen wir das nicht.
  • Fremde Fahrzeuge brauchen Unterlagen. Ohne belastbare Angaben zu Rahmen, Antrieb, Bremse und Sicherheitskette lässt sich ein Retrofit nicht seriös auslegen. Das ist die Voraussetzung, kein Bürokratie-Aufschlag.
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