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Anwendung

Flächen, die keiner gern mäht

Böschung, Bankett, Lärmschutzwall, Deponiekörper, Solarpark — lange Strecken, schräger Untergrund und ein Arbeitsergebnis, das nach vier Wochen wieder gleich aussieht.

Ausgangslage

Die Kombination macht es unangenehm

Grünpflege an Verkehrswegen und Anlagen ist keine schwierige Arbeit. Sie ist unangenehm, weil drei Dinge zusammenkommen: Hanglage, bei der bemannte Maschinen an ihre Kippgrenze geraten; Verkehr, der unmittelbar daneben fährt; und Wiederholung — dieselbe Fläche, mehrmals im Jahr, ohne dass sich am Ablauf etwas ändert.

Dazu kommt, dass diese Aufgaben in Kommunen und bei Betreibern zuerst unter Personaldruck geraten. Sie sind sichtbar, wenn sie ausfallen, aber selten dringend genug, um Vorrang zu bekommen.

Einordnung

Was wir hier nicht behaupten

Für das reine Böschungsmähen gibt es einen etablierten Markt. Ferngesteuerte Mähraupen sind seit Jahren im kommunalen und forstlichen Einsatz, arbeiten je nach Modell an Hängen bis rund 33 Grad und sind konstruktiv genau darauf ausgelegt — tiefer Schwerpunkt, breite Spur, Mähwerk als fester Bestandteil.

Die PALLAS-Baureihe ist mit einer Steigfähigkeit von 30 bis 50 Prozent spezifiziert, also bis etwa 27 Grad. Wer ausschließlich steile Böschungen mähen will, ist mit einer Spezialmaschine besser bedient. Das sagen wir lieber hier als im ersten Gespräch.

Interessant wird es dort, wo das Mähen nicht die einzige Aufgabe ist. Eine Spezialmaschine steht außerhalb der Saison. Eine Plattform, die im Sommer mäht, im Winter Material fährt und nachts eine Runde dreht, wird anders gerechnet — und der Aufbau wechselt über dieselbe Payload-Schnittstelle wie jeder andere.

Flächen

Wo sich das anbietet

Verkehrsbegleitgrün

Bankett, Böschung und Lärmschutzwall entlang von Straßen und Schienen. Hier fällt zusammen, was diese Arbeit gefährlich macht — Hang und fließender Verkehr auf derselben Baustelle.

Zusammen mit: Absicherung mobiler Arbeitsstellen

Solarparks und Freiflächenanlagen

Mähen zwischen und unter den Modulreihen — niedrige Durchfahrtshöhe, enge Gassen, große Fläche, klare Geometrie. Eine kartierbare Umgebung, in der sich Autonomie tatsächlich rechnet.

Baustein: Payload LiDAR

Deponien, Dämme und Retentionsflächen

Große begrünte Körper, die regelmäßig gepflegt und ohnehin kontrolliert werden müssen. Auf Deponien kommt die Gasmessung hinzu — dieselbe Runde, zweiter Nutzen.

Baustein: Gasdetektor-Cluster
Grenzen

Was vorher zu klären ist

  • Die Hangneigung entscheidet. Bis etwa 27 Grad nach Spezifikation der größeren Baugrößen. Darüber hinaus ist eine Spezialmaschine das richtige Gerät — und wir sagen das auch so.
  • Im Gras liegt, was man nicht sieht. Steine, Metallteile, Wurzelstöcke, Wild. Das betrifft jedes Mähgerät, aber ein unbemanntes braucht dafür eine geregelte Betriebsweise statt eines Fahrers, der reagiert.
  • Saison und Auslastung. Die Pflegesaison ist begrenzt. Wer die Plattform nur dafür beschafft, kauft Stillstand mit ein — die Rechnung geht über die Mehrfachnutzung auf, nicht über das Mähen allein.
  • Naturschutzvorgaben gehen vor. Schnitthöhe, Zeitfenster und Mahdregime richten sich nach Vorgaben, nicht nach dem Gerät. Die Technik muss sich danach richten lassen, nicht umgekehrt.
Konfiguration

Eine typische Pflegeplattform

  • Plattform: mittlere bis große Baugröße aus der PALLAS-Baureihe — Gewicht und Steigfähigkeit bestimmen, welche Flächen in Frage kommen
  • Payload: Mähwerk als Sonderaufbau; auf Deponien zusätzlich Gasdetektor-Cluster, in Solarparks LiDAR für die Bahnführung
  • Erweiterungen: Generator für lange Einsatztage ohne Ladeinfrastruktur, Seilwinde zur Selbstbergung am Hang
  • Systemkomponenten: Transport und Verladung — bei Flächenpflege wechselt der Einsatzort ständig, und genau das entscheidet oft über die Wirtschaftlichkeit

Verwandt: Landwirtschaft und Sonderkulturen mit derselben Logik auf anderer Fläche, und Geländepatrouille als Zweitnutzung derselben Plattform.

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